

Screenshot www.swp.de |
Eine VRS-Kampagne sind Online-Banner im Internet u. a. in Zeitungsportalen,
auf denen ein sympathischer junger Mann die angeblichen Vorteile von S
21 aus regionaler Sicht anpreist (siehe Screenshots).
Wir haben die Werbeaussagen recherchiert.
Das Ergebnis:
Den dargestellten Sport- und Gymnastiklehrer gibt es tatsächlich, und er
ist auch in Eberdingen / Kreis Ludwigsburg zuhause.
Doch:
Laut Medienberichten und nach eigenen Recherchen arbeitet der
Sportlehrer heute in Eberdingen hauptberuflich für mindestens zwei
eigene Internet-Stores, darunter einen Internet-Shop mit
S21-Devotionalien.
Auch wenn der Symphatieträger tatsächlich ein "Pendler aus dem Kreis
Ludwigsburg" sein sollte, profitiert er nicht von Stuttgart 21. Sein
Heimatort Eberdingen hat nämlich keinen Gleisanschluss. Der nächste
Schienenanschluss wäre die Strohgäubahn in Heimerdingen - und die
endet ab dem Jahr 2012 in Korntal, wo unser Pendler auf die bestehende
S-Bahnlinie 6 umsteigen muss. Das Milliardenprojekt bringt ihm also rein
gar nix.
Unser Fazit:
Der VRS bekommt von uns kein Wahrheits-Testat, auch weil der Verband in
seiner Werbekampagne weitere abenteuerliche Behauptungen zu Stuttgart 21
aufstellt. Beispielsweise, dass die S-Bahn-Verlängerung auf den Fildern
nach Neuhausen nur durch S 21 kommt. Dabei hat ein Gutachten ergeben,
dass S-Bahn-Fahrgäste aus Neuhausen auf der bisherigen S-Bahn-Strecke
generell schneller nach Stuttgart kommen, weil sie im geplanten Flughafen-Bahnhof
viel zu lange auf einen Regionalzug-Anschluss warten müssten.
Hier das Gutachten (PDF) zum S-Bahn-Stresstest
herunterladen
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